2020 04 15 Wenn es weder wahr noch nützlich ist

Redet, was gut ist ...

„Lasst kein faules Geschwätz aus eurem Mund gehen, sondern redet, was gut ist, was erbaut und was notwendig ist, damit es Segen bringe denen, die es hören“ (Epheser 4,29).

Kommunikation. Wir Menschen brauchen sie. Gerade jetzt, wo viele im Home-Office arbeiten oder sich zu Hause aufhalten müssen. Aber: wie viel rede ich eigentlich am Tag? Und was? Und mit wem? Und wie?
Heute spricht man mehr über digitale Medien, als persönlich face to face. Auch redet man nicht nur mit Worten. Man verständigt sich über Buchstabenkombinationen (z.B. „hdl“ = hab dich lieb) oder über Emojis (das sind kleine Piktogramme, z.B. ☺). Oder man schickt sich Video- und Sprachnachrichten. Vielfach leitet man Nachrichten auch einfach nur weiter. Das ist überhaupt das einfachste. Manchmal ist aber nicht nur lustiges, sondern auch Tratsch dabei.
Ich frage mich viel zu selten. Was mache ich denn da? Nützt das jemandem? Bringt es jemanden weiter?

Der alte Sokrates hatte dazu einen weisen Rat:
Ein Mann rannte auf Sokrates zu. „Sokrates, Sokrates! Weißt Du, was ich gerade über einen Deiner Schüler gehört habe?“ „Warte einen Moment“, sagte der Philosoph. „Bevor Du mir davon erzählst, möchte ich, dass Du einen kleinen Test mit mir machst, den ich ‚die drei Siebe‘ nenne. Bevor Du aussprichst, was Du sagen willst, prüfe es, ob es einen der drei Tests besteht. Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast Du absolut sichergestellt, dass es wahr ist, was Du mir erzählen willst?“ „Äh, naja, nein….ich habe eigentlich nur davon gehört.“ „Gut. Du weißt also nicht, ob es wahr ist oder nicht. Lass uns zum zweiten Test kommen. Das Sieb der Güte. Ist, was Du mir über meinen Schüler erzählen willst, etwas Gutes?“ „Nein, im Gegenteil.“ „Aha, Du willst mir also etwas Schlechtes über meinen Schüler erzählen, obwohl Du nicht weißt, ob es wahr ist.“ Der Mann zuckte die Schultern. Er wirkte inzwischen etwas betreten. Sokrates fuhr fort: „Vielleicht besteht das, was Du mir sagen willst, ja den dritten Test. Das Sieb der Nützlichkeit. Ist, was Du mir mitteilen möchtest, hilfreich für mich?“ „Also … nein, nicht wirklich.“ „Wenn es weder wahr ist, noch gut oder zumindest nützlich, warum solltest Du es mir dann überhaupt erzählen?“ Der Mann verstummte, er schämte sich und ging fort. Er hatte verstanden.
Ich möchte mich bemühen, Nachrichten, die ich heute weitergebe, vor Weitergabe durch die drei Siebe laufen zu lassen. Und nur das weiterzugeben, was wahr ist, was gut ist oder was jemandem etwas nützt. Machst Du mit?

Frank Mißmahl

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